Beitrags-Archiv für die Kategory 'Medien'

Crash im Kino: Avatar VS Alice im Wunderland

Donnerstag, 4. März 2010 21:57

Irgendwie ist es typisch und trotzdem bemerkenswert. Wegen des anhaltenden Erfolgs von Avatar kann die neu in die Filmstätten kommende Version von Alice im Wunderland nicht in so vielen 3D-Kinos gezeigt werden, wie ursprünglich geplant.
Da “Avatar” weiterhin für ausverkaufte Vorstellungen sorgt - besonders abends und an Wochenenden -, wird der Film so schnell nicht aus dem Programm genommen werden und belegt damit die für die 3D-Technik wesentlichen technischen Voraussetzungen, die auch Alice im Wunderland benötigt. Eines hat die 3D-Technik damit geschafft: zumindest in Hype-Zeiten ist nicht länger der zahlende Besucher die mangelnde Ressource, sondern die technische Aus-stattung.
Der STERN berichtet weiter über Disney’s Fehlplanung und das daraus resultierende Problem. Ich persönlich freue mich eher auf Alice als auf Avatar - den ich auch nicht gesehen habe.

Thema: Freizeit, Medien | Kommentare (0) | Autor: Martin

Was ihr wollt! Ein kleiner Rundumschlag

Sonntag, 21. Februar 2010 11:45

Hier tut sich in letzter Zeit nicht mehr viel. Das ist richtig. Dafür gibt’s wahrscheinlich ‘ne ganze Reihe von Gründen, die ich hier jetzt aber nicht aufbröseln und darlegen mag. Letztendlich dürften sie auch kaum interessant sein - jedenfalls für den Leser. Wichtig oder zumindest wesentlich ist somit unter dem Strich, dass sich hier wieder frischer content findet und das Generieren solcher Inhalte wird durch die vorangegangene Blog-Pause nicht unbedingt erleichtert. Also schauen wir mal zusammen, wie gut (oder eben schlecht) ich wieder ‘reinkomme. Um mir den Einstieg etwas zu erleichtern, folgt nun ein relativ unspezifischer Rundumschlag aktueller Themen oder solcher aus jüngerer Vergangenheit. Viel Spaß! :-)
Wo ich anfange, ist also trivial. Mir kam grade der Wirbel um “Axolotl Roadkill” in den Sinn, also werde ich hiermit mal meinen Startschuß abgeben. “Axolotl Roadkill” wurde vom Feuilleton als ein erfrischender und sprachgewandter Erstlingsroman der Jungautorin Helene Hegemann gefeiert und als vermeintlicher literarischer Knaller in die Bestseller-Listen gehievt. Dann stellte sich heraus, dass die Autorin zumindest einige Auszüge aus dem Roman von einem Blogger geklaut/gestohlen/pirateriert hat. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass z.B. in den Leserrezensionen bei Amazon die Urheberrechtsverletzung selbstverständlich angeprangert wird, dass vor allem aber auch der vorab so hoch gelobte hochgelobte sprachliche Stil beim Leser durchfällt. Solche Vorwürfte kennt man zwar auch von den “Feuchtgebieten“, sie scheinen bei “Axolotl Roadkill” aber doch noch deutlich stärker auszufallen. Was letztlich bleibt, ist die Frage nach der zukünftigen Vereinbarkeit von literarischer Qualität aus der Sicht der Feuilletonisten mit jener der Leser. Oder ist es doch die Frage nach der Freiheit und Unabhängigkeit des Feuilletons von den Verlagen? Oder vielleicht gar eine Frage der Unterscheidung zwischen “reinem” und “barbarischen” Geschmack à la Bourdieu? “Axolotl Roadkill” dürfte ein Dasein als Aufhänger für eine Diskussion der Kunst- oder Ästhetiktheorie kaum zustehen, aber vielleicht sollte das deutsche Feuilleton seine Arbeit in dieser Richtung überdenken.
Und dann gab’s mal wieder einen Toten an einer deutschen Schule. Man hätte versuchen können, die Uhr danach zu stellen, wann der erste dämliche Artikel dazu in den Online-Medien erscheint, aber wahrscheinlich wäre man gar nicht schnell genug gewesen. Mein persönlicher Top-Treffer diesbezüglich blieb dann Anne Seith und Matthias Bartsch vorbehalten, die doch tatsächlich schreiben:

“Besonders erschütternd ist, dass Florian K. es gezielt auf seinen früheren Lehrer abgesehen hatte”. (Quelle)

Was soll daran “besonders erschütternd” sein? Ist es aus heutiger Logik nicht eher “beruhigend”? Die Tat von Ludwigshafen wird damit zu einem Mord an einer einzelnen Person aus Rachemotiven (zumindest nach bisherigem, veröffentlichten Ermittlungsstand) und nicht zu einem misanthropischen Schlachtbacchanal. Auch der ausbleibende Suizidversuch des Täters lässt einen direkten Vergleich mit vergangenen Ereignissen nicht zu. Ich hatte keine Lust, die Berichterstattung diesbezüglich weiter zu verfolgen. Dennoch habe ich den Eindruck, dass man diesmal einen gewissen Bogen um das Wort “Amoklauf” gemacht hat - zu Recht, wie ich finde.
Natürlich gibt’s auch wesentlich erfreulichere Dinge, mit denen man sich auseinandersetzen kann. Ich komme hier abermals auf Runes of Magic zu sprechen. Wie ich ja bereits letztens schon angemerkt habe, gibt’s bei dem MMORPG derzeit ein paar Problemchen. Subjektiv werden es insgesamt immer mehr, auch wenn die wirklich akut schlimme Phase nach dem letzten größeren Patch derzeit wieder deutlich abgeklungen ist. Macht aber nichts: die Entwickler basteln bereits an dem nächsten großen Patch und wollen damit das dritte Kapitel namens “The Elder Kingdoms” einführen - neue Probleme sehr wahrscheinlich inbegriffen. Nach dem heutigen Stand braucht man für so eine Voraussage kein Horoskop. So oder so ist und bleibt Runes of Magic ein sehr interessanter Zeitvertreib, bei dem man mitunter darauf achten muss, nicht zu viel Zeit in den virtuellen Ländern Taboreas zu verbringen. Gildenintern zeigen sich dafür doch schon deutliche Anzeichen (Achtung, insider-Alarm. *g*):

  • Man steht bei Deichmann und stellt fest: “Hmm, die Loots sind ja alle clean, aber Über-Dura haben die nicht.”
  • Man steht zu dritt vor C&A und brüllt: “Uguda! Komm’ raus!”
  • Man braucht keine Uhr mehr, sondern orientiert sich am zweistündig erfolgenden Reconnect des Teamspeak-Servers.


  • Das war’s erstmal mit dem kleinen Rundumschlag. Ich hoffe, es hat soweit gefallen und ich bedanke mich für’s Lesen und Dranbleiben. Denkt an die Feeds, um auch in Zukunft keinen Artikel zu verpassen. Ich werde zusehen, dass hier wieder Leben ‘reinkommt. :-)

    Thema: Computer & Internet, Freizeit, Gesellschaft, Kultur, Medien | Kommentare (1) | Autor: Martin

    Werbung wider (Williams) Willen?

    Donnerstag, 17. Dezember 2009 16:19

    Ich lese momentan “Biochips” von William Gibson. Der Cyberpunk-Roman aus dem Jahr 1986 liegt mir in einer “Einmaligen Sonderausgabe” aus dem Jahr 1994 vor. Normalerweise ist es für mich nicht sonderlich spannend, welche Edition man tatsächlich liest, da sich der Inhalt der verschiedenen Ausgaben meist herzlich wenig unterscheidet. Für den folgenden Fall könnte es aber vielleicht wichtig sein, diesen Umstand etwas genauer darzustellen.


    Irgendwann findet man sich nämlich mit obiger Doppelseite konfrontiert. Gegen Ende des 22. Kapitels ist - mit reichlich Schwärzung als effektvoller Blickfang - tatsächlich eine Werbung für die “5 Minuten Terrine” von Maggi eingebaut, samt Logo.
    Einziger Aufhänger für dieses werbliche Interludum ist “das gelegentliche Gluckern des Heißwasserbereiters”, das equivalent übrigens auch im englischen Original vorkommt. So ganz weiß ich immer noch nicht, was ich von der Geschichte halten soll; irgendwie verwirrend, weil mir sowas bisher auch noch nicht untergekommen ist.
    Man kann aber in jedem Fall diskutieren, ob es nun mutig oder dümmlich ist, in einem Roman eine Werbung für Maggi zu schalten, der - wie eigentlich das ganze Cyberpunk-Genre - Großkonzernen mehr als kritisch gegenübersteht… Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Nestlé dazu seine Zustimmung gab. ^^ Ein internationaler Großkonzern, der Werbung in einem Cyberpunk-Roman macht - eigentlich unglaublich. O_o Da könnte Heckler & Koch auch im Greenpeace Magazin auf Kundenfang gehen.

    Thema: Freizeit, Kultur, Medien | Kommentare (2) | Autor: Martin

    Symbolfoto

    Dienstag, 15. Dezember 2009 14:41

    Bei stern.de findet sich z.Zt. dieses Foto auf der Startseite und verlinkt unter der Überschrift “Komasaufen - Immer mehr Kinder greifen zur Flasche” auf diesen Artikel.


    Mal ganz abgesehen von der schon fast ekelerregend stereotypen Darstellung besagter “Kinder” bleibt es das Geheimnis des Sterns, warum auf dem Foto ausgerechnet zwei Flaschen alkoholfreies Malzbier von Oettinger im Fokus stehen… Vielleicht sollte man sich mal ein Fotobuch mit authentischen Bildern anlegen. Das kann bei der geschilderten Expansion dauerbreiter Jugendlicher doch eigentlich nicht so schwer sein.

    Thema: Medien | Kommentare (0) | Autor: Martin

    Whose line is it anyway?

    Freitag, 9. Oktober 2009 5:10

    Ich möchte hier mal die Gelegenheit nutzen und meine Leser auf die US-Impro-Comedy Whose line is it anyway? hinweisen. Mittlerweile schon wieder knapp drei Jahre off air, findet sich bei Youtube die eine oder andere Best-of-Zusammenstellung, die bei Zuschauern mit halbwegs brauchbaren Englisch-kenntnissen für Kurzweil und beste Unterhaltung sorgen sollte.
    Whose Line bietet in immer wiederkehrenden Spielen und dem einen oder anderen running gag Improvisationskomik mit dem genialen Ryan Stiles - bekannt aus Two and a half men oder Hot Shots - und dem kongenialen Colin Mochrie.

    Schaut einfach mal ‘rein. Wenn ihr euch an die hier eingebaute Best-of-Selektion haltet und die 22 folgenden Teile abklappert, springen dabei knapp vier Stunden (!) Videomaterial und Unterhaltung ‘raus. Viel Spaß. :-)

    Thema: Medien | Kommentare (0) | Autor: Martin