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Update

Freitag, 4. September 2009 0:52

Tjaaaa, is bissl langweilig hier geworden - ich merk’ dat!
Aber was will man machen?! Momentan fröne ich gerne anderen Präferenzen widergeschlechtlicher Natur. Muss ja auch mal sein. Macht ja auch ‘ne Menge Spaß; momentan sogar so sehr, dass ich es mir nur allzu oft verkneifen muss, vor Entzückung irgendwelche minderbedachten Äußerungen ins WWW zu blasen. Insofern kann es zwar besser laufen, aber nur schwerlich.
Anyway! Natürlich gibt’s auch noch anderweitige Interessen und Aktivitäten. So konnte ich gestern z.B. endlich und tatsächlich das Level 50/50 bei ROM erreichen. Vor ein paar Tagen wäre das noch die Maximalstufe gewesen… Gildenkumpan Erdowol hat’s ein paar Stunden eher geschafft. Mehr dazu gibt’s wie immer hier.
Und sonst? Hmm, ich konnte in den letzten Tagen mal wieder sehr deutlich und intensiv erfahren, was für tolle Freunde ich habe. Und das eigentlich ohne weiteren Grund, einfach so. Beim Sport zum Beispiel, in der Kneipe, bei ‘nem gepflegten Starbucks-Kaffee2go mit anschließendem Bummel durch die Dortmunder Brückstraße, beim Shoppen in Gelsenkirchen, bei diversen Online-Spielen oder aber einfach beim Chat im ICQ - von früh morgens bis spät abends. Ich finde das sehr schön und ungemein beruhigend. :-)
Was steht an? Heute nach Möglichkeit erstmal Mysteria. Da ich bisher aber noch keine feste Begleitung gefunden habe und sowas alleine erheblich weniger Spaß macht … besteht hier durchaus noch Veränderungspotenzial. Morgen soll’s dann mit ein paar Leuten in die Matrix gehen. Darauf freue ich mich schon sehr: toller Laden, tolle Leute, tolle Musik - das passt!
Musikalisch? Geht einiges! Ich drifte momentan ziemlich eindeutig wieder auf einen Goth-Schwerpunkt zu, was die Metal-Schiene unweigerlich in den Hintergrund treten lässt. Macht aber nix, ganz im Gegenteil - interpretiere ich eher als einen Vorteil des Hybridendaseins. ^^ Hier nur eine kleine und spontane Auswahl derzeit gern gehörter Songs:

Literatur? Aber sicher! Habe mich an die großen Romane von Max Frisch gewagt und bearbeite derzeit seinen “Stiller”. Faber und Gantenbein sollen folgen. Momentan habe ich etwa ein Drittel von Stiller hinter mir; für eine auch nur annährend qualitative Einschätzung reicht das natürlich noch nicht. Sprachlich ist es jedenfalls nicht uninteressant.
Ich werde mal zusehen, dass hier bald wieder weniger privater Inhalt Einzug hält. Aber sowas muss sich auch ergeben. Demnächst stehen eventl. noch zwei oder drei Festivals an; wahrscheinlich werde ich dann aber auch noch kurzfristig vorher darauf zu sprechen kommen.Stichworte: Paganfest (DO), Razorblade (Dat), Metal for Mercy (Wit).

Thema: Freizeit, Musik, Privat | Kommentare (1) | Autor: Martin

Bernard Cornwell - Mein Autor

Montag, 18. Mai 2009 22:15

Irgendwann stieß ich auf der Suche nach Büchern, die ein für mich privat interessantes Themenfeld bedienten, auf Bernard Cornwell. Der tut sich gern in der mythischen frühenglischen Zeit gütig und liefert hier eine tolle Arbeit ab.
Angefangen habe ich mit “Die Herren des Nordens“. Erzählerisch das für mich bisher fesselndste Werk Cornwells. Es folgte “Stonehenge“, dass nach dem vorherigen Werk leider eine kleine Enttäuschung war, weil es wesentlich schleppender und langatmiger daher kommt. Bis heute konnte ich es nicht komplett durchlesen. Danach folgte zuletzte “Der Winterkönig“, der erste Teil der sog. Artus-Chroniken. Und dieses Buch kann annähernd an die erzählerische Qualität von “Herren des Nordens” anschließen.
Dieses Buch neigt sich bei mir nun dem Ende zu und darum habe ich vorhin den frisch erschienenen Nachfolger “Der Schattenfürst” bestellt. Die Bewertungen bei Amazon lassen das Beste hoffen. Mittlerweile glaube ich, bei neuen Cornwell-Veröffentlichungen blind zugreifen zu können.
Wer den Autor mit einem guten Werk mal kennenlernen will, dem sei unzweifelhaft “Die Herren des Nordens” (ebay / booklooker) ans Herz gelegt. Die 480 Seiten vergehen wie im Flug und zaubern einem das ein oder andere Lächeln ins Gesicht.

Nachtrag: Bei Amazon.de gibt’s die Möglichkeit, immerhin 17 Seiten von “Der Schattenfürst” zur Probe zu lesen. Unbedingt machen!

Thema: Freizeit, Medien, Privat | Kommentare (5) | Autor: Martin

Extraleben: Kurzrezension

Donnerstag, 12. Februar 2009 13:06

Ich habe hier ja schon einmal kurz von Constantin Gillies’ Extraleben berichtet. Gestern konnte ich die Lektüre abschließen und möchte kurz meine Eindrücke zum Roman vorstellen.
Dass man so einen C64-Roman problemlos mit dem Wort “Retro” überschreiben kann, dürfte nicht verwunderlich sein. Etwas verwirrend war es für mich dann allerdings, dass Gillies noch einen ganzen Schritt weiter retro geht - nämlich rein in die Zeit der Arcade-Automaten. So finden sich natürlich einige Bekannte aus der C64-Zeit, aber abseits des Brotkastens spielen die unterhaltenden Spielautomaten eine Rolle, deren Ausmaß man so eher nicht vorausahnt.
Schlimmer ist aber etwas anderes. Schafft es Gillies in den ersten Kapiteln noch, einen nerdigen Retro-Zeitgeist pointiert und witzig zu konzentrieren, verfällt das Buch alsbald in einen abgetippten Road-Movie der eher langweiligen Sorte. Seite um Seite findet man sich in der amerikanischen Pampa wieder, die Geschichte scheint mehr und mehr zu stagnieren, interessante Ausbrüche und Entwicklungen lassen zusehends auf sich warten. Sollte das eine Kontrastierung des Immergleichen und doch Spannenden des C64 mit dem Immergleichen und Langweiligen amerikanischer Wüstenstraßen darstellen, ging der Versuch schrfitstellerisch doch reichlich daneben.
Bemerkenswert ist vor allem das Ende des Buches, denn die Auflösung der Geschichte ist sowohl ziemlich schlecht als auch ziemlich gut. Gut ist sie, weil es Gillies gelingt, die Jugendvorstellung der männlichen C64-Generation - zumindest so wie im Roman vorgestellt - wahr werden zu lassen und dem geneigten Leser so schöne Erinnerungen konserviert und ihn von der Pflicht zur unbedingten Weiterentwicklung weg von vergangenen Tagen am C64 freispricht. Schlecht ist sie, weil diese stilisierte Naivität einen fast schon peinlich berührt. Zu welcher Einschätzung über dieses Requiem man letztlich kommt, sei jedem selbst überlassen.
Fazit: Extraleben ist allein schon auf Grund seiner Retro-Manie lesenswert. Die Geschichte zeichnet insgesamt die eines Videospiels der Zeit nach, der sie Tribut zollen will, weist aber einzelne erzählerische Schwächen und langatmige Passagen auf. Insgesamt wurde das Buch meinen hohen Erwartungen und Hoffnungen dadurch nicht ganz gerecht, die Lektüre bereue ich aber keinesfalls

Thema: Medien, Privat | Kommentare (0) | Autor: Martin

Begrabt King! Extraleben für alle anderen!

Donnerstag, 8. Januar 2009 17:56

Mittlerweile habe ich mich etwa zur Hälfte von Stephen Kings “Shining” durchgekämpft. Ein recht bekanntes Buch, von dem wohl schon jeder mal gehört hat - oder vielleicht auch von der Filmadaption. Man könnte also davon ausgehen, dass das Buch auch etwas zu bieten hat, dass es einfach gut ist. Nach der ersten Hälfte kann ich diese Annahme nur rigoros verneinen. Shining ist unglaublich schlecht: langweilig, stellenweise lächerlich, insgesamt überflüssig. Es gab bisher schon einige Momente beim Lesen, an denen ich es bereute, mit dem Buch überhaupt angefangen zu haben. Mittlerweile kann ich mich immerhin noch dazu überwinden, weiterzulesen - in der stillen Hoffnung, dass es von nun an eigentlich nur besser werden kann…
Während der Wartezeit vor der Vorlesung habe ich heute einen ersten Blick in ein Weihnachtsgeschenk riskiert: “Extraleben” von Constantin Gillies. Und nach dem ersten Kapitel kann ich nur sagen: toll! Die paar Seiten haben sich allemal mehr zu lesen gelohnt als die ersten 300 von Kings Schinken. Was das Überleben für “Shining” in meinem derzeitigen Leserepertoire nicht unbedingt erleichtert…
Für mich zeigt dieser Vergleich einmal mehr, dass man sich nicht auf den Massengeschmack verlassen sollte. Wahrscheinlich trifft Gillies mit seiner C64-affinen Geschichte kaum auf das Interesse eines großen Publikums - und für ein Einheizen der Verkaufszahlen durch eine skandalöse Selbstdarstellung wie bei den “Feuchtgebieten” taugt das Thema auch nicht. Aber wer mit ‘nem C64 aufgewachsen ist oder seinen Geist ein wenig öffnen kann, der dürfte mit “Extraleben” jede Menge Spaß haben - wahrscheinlich weit mehr als mit “Shining”.

Thema: Medien, Privat | Kommentare (3) | Autor: Martin

Was lesen wir denn jetzt…

Mittwoch, 5. November 2008 2:27

Ich hatte das letztens schon angesprochen: neue Literatur musste her. Seitdem gibt es zwei zentrale Neuaussgen: die satanischen Verse sind - nicht zuletzt in unserer heutigen Zeit - ein ab-so-lu-tes Muss! Bissl Gehirnschmalz gehört zu der Lektüre zwar dazu; doch wer das aufbringt, dürfte durchaus dazugwinnen. Kostengünstig fünding wird man u.a. hier, hier und auch hier.
Wie angekündigt bin ich jetzt ebenfalls zum zweiten Mal auf die “Entdeckung der Langsamkeit” umgestiegen. Und die scheint sich beim zweiten Ansatz ebenso bezahlt zu machen wie das Erlbenis während der satanischen Verse. Ich bin noch nicht wirklich weit, aber was ich bisher gelesen habe, reicht eigentlich schon für eine Empfehlung. Dieses Buch gibt’s ebenfalls hier, hier und hier.
Es beschreibt bisher eine tolle Auflehnung gegen die Beschleunigung der Welt - gedacht Anfang des 19. Jahrhunderts. Was diese Einstellung heute zu bescheren vermag, kann sich jeder selbst vorstellen - und sich folgerichtig für die Lektüre entscheiden. Bissl Krieg ist bisher dabei, um die Sache nicht zu einfältig zu machen. Und stets ist da diese eigene, in sich ruhende Beschreibung der Ruhe in mitten der Hektik. Toll! Und hier und da durchaus zum Schmunzeln. Lesen!

Thema: Medien, Privat | Kommentare (0) | Autor: Martin